PRÄAMBEL zur CHARTA des C.E.U.-Deutschland

(Ent­wurf)
Der C.E.U. – Coun­cil for Euro­pean Urba­nism — ver­steht sich als Forum für eine Reform des Städ­te­baus in Zei­ten des Umbruchs. Bevöl­ke­rungs­ab­nah­me, Alte­rung der Gesell­schaft, Zer­sied­lung, Res­sour­cen­schwund, Qua­li­täts­ein­bu­ßen der Städ­te und Land­schaf­ten, sozia­le Pola­ri­sie­rung, sin­ken­de Finanz­kraft der öffent­li­chen Hand oder wirt­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen – die Her­aus­for­de­run­gen an die Städ­te und Regio­nen in Euro­pa sind gewal­tig. Dem ste­hen außer­or­dent­li­che Anstren­gun­gen gegen­über, die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern. Inzwi­schen meh­ren sich aber die Zwei­fel, ob die uns für die Stadt-, Regio­nal- und Land­schafts­ent­wick­lung zur Ver­fü­gung ste­hen­den Instru­men­te, Kon­zep­te und Stra­te­gi­en noch aus­rei­chen. Für den not­wen­di­gen Umbau der viel­fäl­ti­gen euro­päi­schen Städ­te und Regio­nen gibt es sicher kein Patent­re­zept, kein schlich­tes, ein­heit­li­ches „euro­päi­sches Modell“. Aber es gibt außer­or­dent­lich rei­che Erfah­run­gen, die es noch bes­ser zu ver­brei­ten gilt.

Das aber geht nur, wenn die kul­tu­rel­len Bar­rie­ren zwi­schen den Län­dern Euro­pas auf allen Ebe­nen abge­tra­gen wer­den.
Es gibt vie­le Gre­mi­en, Berufs­ver­bän­de, wis­sen­schaft­li­che Insti­tu­tio­nen und Fach­zir­kel, in denen städ­te­bau­li­che The­men erör­tert wer­den. Doch es gibt weni­ge Brü­cken zwi­schen ihnen. C.E.U. hat im Jahr 2003 auf euro­päi­scher Ebe­ne begon­nen, sol­che Brü­cken zu bau­en. C.E.U. ist eine „Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­ti­on“, die sich über jähr­li­che Kon­fe­ren­zen, gemein­sa­me Pro­jek­te und einen pra­xis­ori­en­tier­ten Aus­tausch kon­sti­tu­iert.

C.E.U. will auch durch die Bil­dung von Alli­an­zen und durch fach­po­li­ti­sche Akti­vi­tä­ten eine Städ­te­bau­re­form vor­an­trei­ben. Die inhalt­li­chen Grund­la­gen von C.E.U. sind in einer Char­ta ver­an­kert, deren Grund­la­gen auf euro­päi­scher Ebe­ne in Stock­holm am 6. Novem­ber 2003 beschlos­sen wur­den. Den Kern der Tätig­keit von C.E.U. bil­det der Aus­tausch über kon­kre­te Pro­jek­te und Vor­ha­ben. Die Mit­wir­ken­den bestim­men den Weg von C.E.U. Die Grün­dung von C.E.U.-Deutschland erfolg­te am 2./3. Sep­tem­ber 2004 in Görlitz/Zgorzelec.

Wesent­li­ches Anlie­gen gera­de von C.E.U.-Deutschland ist es, unfrucht­ba­re Fron­ten zu über­win­den und Brü­cken zu bau­en:
• zwi­schen Pra­xis und For­schung,
• zwi­schen Stadt-Bür­gern, Stadt-Ent­wick­lern, Stadt-Ver­wal­tung und Stadt-Poli­tik,
• zwi­schen ver­schie­de­nen Fach­dis­zi­pli­nen,
• zwi­schen den Anhän­gern der kom­pak­ten, euro­päi­schen Stadt und denen der Zwi­schen­stadt,
• zwi­schen den Anhän­gern moder­ner Archi­tek­tur und denen tra­di­tio­nel­ler Archi­tek­tur.

Ziel ist nicht die Ver­wi­schung der unter­schied­li­chen Sicht­wei­sen und Schwer­punk­te, son­dern die Dis­kus­si­on die­ser Unter­schie­de inner­halb einer gemein­sa­men Initia­ti­ve für Städ­te­bau­re­form. Eine sol­che Reform braucht Maß­stä­be. Die­se fin­den in der Char­ta ihren Nie­der­schlag, müs­sen jedoch im Dia­log der ver­schie­de­nen Posi­tio­nen und an kon­kre­ten Pro­jek­ten erstrit­ten wer­den. C.E.U. wird dafür eine Platt­form sein. C.E.U.-Deutschland rich­tet sich an Inter­es­sier­te aus kom­mu­na­len und staat­li­chen Ver­wal­tun­gen, an Fach­leu­te, aber auch an Bür­ger, an gestal­te­ri­sche, sozia­le und öko­lo­gi­sche Initia­ti­ven, an Inves­to­ren, Poli­ti­ker und Per­so­nen ande­rer Pro­fes­si­on und Her­kunft.

CHARTA DES COUNCIL FOR EUROPEAN URBANISM – C.E.U.

Stock­holm, 6. Novem­ber 2003
in der aktu­el­len Fas­sung vom 23. August 2004
(alte Fas­sung, in Eng­lisch)
DIE AUFGABE
Der Coun­cil for Euro­pean Urba­nism (CEU) wid­met sich dem Wohl der gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­ger Gene­ra­tio­nen, indem er lebens­wer­te Regio­nen, Städ­te und Dör­fer sowie die Eigen­art des länd­li­chen Rau­mes in Euro­pa för­dert.

DIE SITUATION
Regio­nen, Städ­te und Dör­fer wer­den durch sozia­le Aus­gren­zung und Iso­lie­rung, Zer­sie­de­lung, Ver­geu­dung von Boden und kul­tu­rel­len Res­sour­cen, durch mono­funk­tio­na­le Ent­wick­lung, feh­len­den Wett­be­werb und den man­geln­den Respekt für loka­le und regio­na­le Kul­tu­ren zer­stört.

DIE ZIELE
Die Regio­nen, Städ­te und Dör­fer soll­ten eine Mischung der Nut­zun­gen und eine sozia­le Viel­falt auf­wei­sen:
• Gebäu­de, Grund­stü­cke und ande­ren Res­sour­cen soll­ten effi­zi­ent genutzt und betrie­ben wer­den;
• alle Orte soll­ten zu Fuß, mit dem Fahr­rad, per Auto und mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln gut erreich­bar sein;
• die Gren­zen aller bau­li­chen Ent­wick­lun­gen soll­ten in jeder Pha­se klar defi­niert sein;
• die öffent­li­chen Stra­ßen und Plät­ze soll­ten durch eine Archi­tek­tur geprägt sein, wel­che die loka­le Geschich­te, die umge­ben­de Land­schaft und die kli­ma­ti­schen und geo­gra­phi­schen Gege­ben­hei­ten respek­tiert;
• die Städ­te und Dör­fer soll­ten eine gro­ße Viel­falt auf­wei­sen, die eine Fort­ent­wick­lung der Gesell­schaft, der Funk­tio­nen und der Gestal­tung ermög­licht.

DIE MAßNAHMEN
Der CEU för­dert:
• den indi­vi­du­el­len Cha­rak­ter der euro­päi­schen Regio­nen, Städ­te, Dör­fer und länd­li­chen Gebie­te;
• ihre Kon­so­li­die­rung, Erneue­rung und Ent­wick­lung in Über­ein­stim­mung mit der regio­na­len Iden­ti­tät und den Wün­schen der Bewoh­ner;
• die Ent­wick­lung neu­er Städ­te und Dör­fer, soweit sinn­voll, nach die­sen Prin­zi­pi­en;
• die Neu­ord­nung und Umge­stal­tung von unwirt­li­chen Vor­städ­ten in sol­che mit gedeih­li­cher, viel­fäl­ti­ger Nut­zung;
• den Respekt für die natür­li­che Umwelt und ihre Balan­ce mit dem besie­del­ten Raum;
• den Schutz unse­res gebau­ten und land­schaft­li­chen Erbes.

DER KONTEXT
Der CEU erkennt an, dass bau­li­che Ver­bes­se­run­gen nicht die ein­zi­ge Ant­wort auf die Her­aus­for­de­run­gen der vor­ge­fun­de­nen Situa­ti­on sein kön­nen. Regio­nen, Städ­te, Dör­fer und der länd­li­che Raum reflek­tie­ren ihren sozia­len, poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und öko-logi­schen Kon­text. Jede Ver­bes­se­rung in der gebau­ten und natür­li­chen Umwelt soll zu-gleich dem Wohl der Men­schen in der gan­zen Regi­on die­nen.

POLITIK, RAHMENBEDINGUNGEN UND PRAXIS
Der CEU unter­stützt Ände­run­gen, Ver­bes­se­run­gen und Ergän­zun­gen
• von wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen, gesell­schaft­li­chen Ziel­set­zun­gen sowie
• von Geset­zen, Ver­ord­nun­gen, Richt­li­ni­en und Aus­füh­rungs­stan­dards auf euro­päi-cher, natio­na­ler, regio­na­ler und loka­ler Ebe­ne,
um die Zie­le die­ser Char­ta vor­an­zu­trei­ben.

VERFAHRENSWEISE UND BETEILIGTE
Der CEU för­dert die Inten­si­vie­rung der Bezie­hun­gen zwi­schen den Kom­mu­nen, ihren Ein­woh­nern und allen inter­es­sier­ten Drit­ten, indem die­se aktiv in die Pro­zes­se der Pla­nung, des Ent­wur­fes, der Aus­füh­rung und des Manage­ments ein­be­zo­gen wer­den.

DER CEU
Der CEU ist ein offe­nes Netz­werk, das sich für die Prin­zi­pi­en die­ser Char­ta ein­setzt.

Stand: 23. August 2004
CHARTA DES COUNCIL FOR EUROPEAN URBANISM — C.E.U. DEUTSCHLAND
Gör­litz und Zgor­zelec, 2. bis 4. Sep­tem­ber 2004

I. Regi­on, Groß­stadt, Stadt und länd­li­cher Raum
(Ziel­ebe­ne der 1. räum­li­chen Ord­nung: Die Regi­on)
1
Die Regi­on oder Stadt­ag­glo­me­ra­ti­on ist eine grund­le­gen­de wirt­schaft­li­che Ein­heit der gegen­wär­ti­gen Welt. Staat­li­che Zusam­men­ar­beit, öffent­li­che Poli­tik, Raum­pla­nung,
und öko­no­mi­sche Stra­te­gi­en müs­sen die­se neue Rea­li­tät kon­struk­tiv wider­spie­geln.
Wachs­tums- und Schrump­fungs­pro­zes­se soll­ten inner­halb der Regio­nen aus­ge­gli­chen wer­den.
Die Regio­nen soll­ten zugleich Vor­rei­ter der trans­eu­ro­päi­schen Städ­te­bau­ko­ope­ra­tio­nen sein, durch wel­che die Tra­di­ti­on der grenz­über­schrei­ten­den Pla­nung und kul­tu­rel­len Kam­pa­gnen, wie die der Euro­päi­schen Kul­tur­haupt­stadt oder des Euro­päi­schen Denk­mal­schutz­jah­res, neue Impul­se erhal­ten kann.
2
Regio­nen sind eigen­stän­di­ge Räu­me mit geo­gra­fi­schen Gren­zen, die aus der Topo­gra­fie, den Was­ser­schei­den, Küs­ten­li­ni­en, dem Agrar­land, den regio­na­len Parks und Fluss­läu­fen gebil­det wer­den. Sie sind aber auch durch his­to­ri­sche Bezü­ge defi­niert und als besie­del­te und durch Infra­struk­tu­ren ver­netz­te Räu­me iden­ti­fi­zier­bar. Die Stadt­re­gi­on besteht aus zahl­rei­chen Sied­lungs­ker­nen wie Groß­städ­ten, Städ­ten, Klein­städ­ten und Dör­fern, die jeweils unter­scheid­ba­re Eigen­hei­ten auf­wei­sen.
3
Die besie­del­te Regi­on hat zugleich eine not­wen­di­ge wie zer­brech­li­che Bezie­hung zu ihrem agra­ri­schen Umland und der natür­li­chen Land­schaft. Die­se Balan­ce bezieht sich auf Umwelt, Wirt­schaft und Kul­tur. Agrar­land und Natur­raum sind für die Stadt­re­gi­on eben­so wich­tig wie der Gar­ten für das Haus.
4
Die Sied­lungs­mus­ter der Stadt­er­wei­te­run­gen oder Orts­ent­wick­lun­gen soll­ten deren Rän­der weder ver­wi­schen noch auf­lö­sen. Das betrifft in beson­de­rem Maße den not­wen­di­gen Umbau der Gebie­te des indus­tri­el­len Mas­sen­woh­nungs­baus, der sog. „Slab Urbs”, aber auch die Kon­ver­si­on der zuneh­mend brach­fal­len­den Bahn-, Indus­trie- und Mili­tär­area­le.
Stadt­re­gio­nen soll­ten Stra­te­gi­en ent­wi­ckeln, die stär­ker zur Erschlie­ßung von Lücken und Zwi­schen­räu­men anre­gen und damit die peri­phe­ren Aus­deh­nun­gen der Städ­te und Orte ver­mei­den. (Innen­ent­wick­lung vor Außen­ent­wick­lung).
5
Wo es den­noch not­wen­dig erscheint, soll­ten Neu­erschlie­ßun­gen an den Stadt­gren­zen als neue Vor­städ­te und Quar­tie­re gestal­tet und in das bestehen­de urba­ne Mus­ter inte­griert wer­den. Nicht­an­gren­zen­de Ent­wick­lungs­be­rei­che soll­ten in Form von Städ­ten und Dör­fern mit eige­nen Gren­zen gestal­tet sowie als gemisch­te Arbeits-, Wohn- und Frei­zeit­stät­ten und nicht als blo­ße Schlaf­städ­te kon­zi­piert wer­den. Hier­bei gilt es vor allem den Bau von geschlos­se­nen Sied­lun­gen (Gated Com­mu­nities) zu ver­mei­den und sinn­vol­le Alter­na­ti­ven eines siche­ren und zugleich öffent­lich zugäng­li­chen Woh­nens zu ent­wi­ckeln.
6
Die Ent­wick­lung und der Umbau von Städ­ten und Dör­fern soll­ten das his­to­ri­sche Bild, die sozia­len Tra­di­tio­nen sowie die natür­li­chen Gege­ben­hei­ten und Gren­zen respek­tie­ren. Die in Euro­pa noch weit­ge­hend intak­ten Innen­städ­te und Dorf­ker­ne soll­ten bewahrt und behut­sam erneu­ert wer­den.
7
Die weit­räu­mi­ge und inte­grie­ren­de Gestal­tung der heu­ti­gen Kul­tur­land­schaft soll­te im Zuge der aktu­el­len Umstel­lung der euro­päi­schen Land­wirt­schaft zu einer zuneh­mend pfle­gen­den und regio­na­le Bedar­fe bedie­nen­den Wirt­schaft einen neu­en Stel­len­wert gewin­nen. Dies betrifft nicht nur Nut­zung und Gestal­tung brach­fal­len­der vor­mals agra­ri­scher Gebie­te, son­dern auch ehe­ma­li­ge Bahn-, Indus­trie- und Mili­tär­flä­chen, ins­be­son­de­re wenn sie in inner­städ­ti­schen Berei­chen lie­gen.
8
Die Städ­te und Gemein­den soll­ten ein brei­tes Spek­trum von pri­va­ten und öffent­li­chen sowie von Gewer­be- und Wohn-Nut­zun­gen in räum­li­che Nähe zuein­an­der brin­gen, um eine regio­na­le Kreis­lauf­wirt­schaft zu unter­stüt­zen, die den Men­schen aller Ein­kom­mens­grup­pen zugu­te kommt. Erschwing­li­ches Woh­nen soll­te über die gesam­te Regi­on ver­teilt lie­gen und mit den Mög­lich­kei­ten, Arbeits­plät­ze zu fin­den, über­ein­stim­men und um dar­über hin­aus Armuts­kon­zen­tra­ti­on zu ver­mei­den.
9
Die bau­lich-räum­li­che Orga­ni­sa­ti­on der Regi­on soll­te durch ein Netz alter­na­ti­ver Trans­port­mög­lich­kei­ten unter­stützt wer­den. Sys­te­me für den öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr sowie für Fuß­gän­ger- und Fahr­rad­ver­kehr soll­ten die Zugäng­lich­keit und die Mobi­li­tät in der gesam­ten Regi­on erhö­hen, so dass die Abhän­gig­keit vom Auto redu­ziert wird.
10
Die Erlö­se, Res­sour­cen und Kos­ten soll­ten zwi­schen den Gemein­den und Kom­mu­nen inner­halb der Regio­nen in koope­ra­ti­ver Wei­se geteilt wer­den, so dass der zer­stö­re­ri­sche Wett­kampf um steu­er­li­che Ein­nah­men ver­mie­den und die sach­ge­rech­te Koor­di­na­ti­on von Ver­kehr, Erho­lung, öffent­li­chen Diens­ten, Woh­nungs­bau und kom­mu­na­len Ein­rich­tun­gen geför­dert wird.

II. Stadt­teil, Quar­tier, Bereich, Kor­ri­dor und Park
(Ziel­ebe­ne der 2. räum­li­chen Ord­nung: Die Stadt)
11
Stadt­teil, Quar­tier, Bereich und Kor­ri­dor sind wesent­li­che Ele­men­te der Ent­wick­lung und des Umbaus in der Stadt­re­gi­on. Sie bil­den iden­ti­fi­zier­ba­re Ein­hei­ten, die die Bür­ger, die Poli­tik und die loka­le Wirt­schaft anre­gen und befä­hi­gen, die Ver­ant­wor­tung für ihre Erhal­tung und Ent­wick­lung zu über­neh­men.
12
Stadt­tei­le und Quar­tie­re soll­ten kom­pakt und fuß­gän­ger­freund­lich sein sowie gemischt genutzt wer­den kön­nen. Sie sind die kleins­ten Ein­hei­ten in einer Stadt­re­gi­on. Berei­che unter­strei­chen im All­ge­mei­nen eine beson­de­re Nut­zung, z.B. Natur­par­ke, Indus­trie­kom­ple­xe oder grö­ße­re Infra­struk­tur­anla­gen. Sie soll­ten mög­lichst den Prin­zi­pi­en der Quar­tie­re fol­gen oder zumin­dest mit ihnen kor­re­spon­die­ren. Kor­ri­do­re sind regio­na­le Ver­bin­dun­gen von Wohn­ge­gen­den und Stadt­vier­teln, ja gan­zen Städ­ten; sie ent­wi­ckeln sich ent­lang von Bou­le­vards, Auto­bah­nen und Eisen­bahn­li­ni­en, Flüs­sen und Park­an­la­gen und kön­nen gan­ze Land­stri­che und wirt­schaft­li­che Ver­flech­tungs­zo­nen umfas­sen.
13
Vie­le Akti­vi­tä­ten des täg­li­chen Lebens soll­ten zu Fuß zu bewäl­ti­gen sein, so dass die­je­ni­gen, die nicht Auto fah­ren kön­nen, ins­be­son­de­re Älte­re und Jün­ge­re, unab­hän­gig sind. Die Stra­ßen- und Wege­net­ze soll­ten so ange­legt wer­den, dass sie Sicher­heit bie­ten, attrak­tiv sind und zum Lau­fen anre­gen, um dadurch die Zahl der Auto­fahr­ten zu redu­zie­ren und Ener­gie zu spa­ren. (Kom­pak­te Stadt, Stadt der kur­zen Wege).
14
Inner­halb der Quar­tie­re kann eine brei­te Palet­te an Haus­ty­pen, Wohn­for­men und Preis­ebe­nen Men­schen ver­schie­de­ner Alters-, Ein­kom­mens- und eth­ni­scher Grup­pen zusam­men­füh­ren, wodurch per­sön­li­che und bür­ger­schaft­li­che Bin­dun­gen, die für eine Kom­mu­ne wesent­lich sind, gestärkt wer­den.
15
Die Maschen­wei­te, Funk­ti­ons­zu­wei­sung und Dimen­sio­nie­rung des öffent­li­chen Stra­ßen­net­zes sowie die Lini­en­füh­rung des Per­so­nen­nah­ver­kehrs soll­ten wesent­lich zur Orga­ni­sa­ti­on der städ­ti­schen Struk­tur bei­tra­gen und urba­ne Zen­tren wie­der bele­ben. Im Gegen­satz dazu soll­ten Auto­bahn­kor­ri­do­re die Inves­ti­tio­nen nicht aus den vor­han­de­nen inner­städ­ti­schen Zen­tren weg­lo­cken.
16
In der zu Fuß erreich­ba­ren Umge­bung von Hal­te­stel­len soll­ten höhe­re Bau­dich­ten und viel­fäl­ti­ge­re Nut­zun­gen mög­lich sein, so dass der öffent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr zu einer ech­ten Alter­na­ti­ve zum Auto wird. Gleich­zei­tig soll­te der öffent­li­che Nah­ver­kehr zu erschwing­li­chen Prei­sen und in guter Bedie­nungs­qua­li­tät und –fre­quenz ange­bo­ten wer­den.
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Kom­mu­na­le und kom­mer­zi­el­le Akti­vi­tä­ten soll­ten in Quar­tie­re und Stadt­tei­le ein­ge­bet­tet und nicht in abge­le­ge­nen und mono­funk­tio­na­len Kom­ple­xen iso­liert wer­den. Die Schu­len soll­ten so bemes­sen und ange­ord­net wer­den, dass Kin­der sie zu Fuß oder mit dem Fahr­rad sicher errei­chen kön­nen.
18
Die wirt­schaft­li­che und bau­lich-räum­li­che Ent­wick­lung der Stadt­tei­le, Quar­tie­re, Berei­che und Kor­ri­do­re soll­te durch städ­te­bau­li­che Richt­li­ni­en und stadt­räum­li­che Regel­wer­ke (Codes) gesteu­ert wer­den, die im Kon­sens der Pla­nungs­be­tei­lig­ten (Char­ret­te) er- und ver­mit­telt wer­den. Sie sol­len auch zukünf­ti­ge Ände­run­gen der Situa­ti­on kal­ku­lier­bar und ver­träg­lich machen.
19
Eine Rei­he von Parks, land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen, Grün­zü­gen und Grün­ver­bin­dun­gen, aber auch Sport- und Spiel­fel­dern sowie Stadt- und Klein­gär­ten soll­te inner­halb der Stadt­tei­le und Quar­tie­re und zwi­schen die­sen ver­teilt wer­den. Geschütz­te Grün­area­le und offe­ne Land­schaft soll­ten sowohl zur Umgren­zung als auch zur Ver­bin­dung von unter­schied­li­chen Quar­tie­ren und Berei­chen genutzt wer­den.

III. Block, Stra­ße, Platz, Bau­werk und Gar­ten (Par­zel­le)
(Ziel­ebe­ne der 3. räum­li­chen Ord­nung: Das Quar­tier)
20
Eine pri­mä­re Auf­ga­be des Städ­te­baus, der Stadt­ar­chi­tek­tur und der Land­schafts­ge­stal­tung ist die räum­li­che Defi­ni­ti­on von Stra­ßen, Plät­zen und öffent­li­chen Grün­an­la­gen als Orte gemein­schaft­li­cher Nut­zung. Die Gestal­tung hat die­se sozi­al­räum­li­che Funk­ti­on zu beför­dern und kul­tu­rell zu berei­chern. (Auf­ent­halts- und Aneig­nungs­qua­li­tät).
21
Archi­tek­to­ni­sche Ein­zel­pro­jek­te soll­ten sich an ihrer Umge­bung ori­en­tie­ren. Die­ser Aspekt geht über die Fra­ge des Stils hin­aus. Urba­ne Archi­tek­tur soll­te viel­schich­tig, der Geschich­te des Ortes ver­pflich­tet und zugleich offen für Neu­es sein, stets jedoch den städ­ti­schen Kon­text respek­tie­ren. (Pri­mat des Städ­te­baus über die Archi­tek­tur).
22
Die Wie­der­be­le­bung der städ­ti­schen Plät­ze hängt auch von deren Sicher­heit ab. Die Kon­zep­ti­on von öffent­li­chen Räu­men und Gebäu­den soll­te deren Sicher­heit durch sozia­le Kon­trol­le gewähr­leis­ten, jedoch nicht zu Las­ten der öffent­li­chen Zugäng­lich­keit und Offen­heit für jeder­mann gehen.
23
In der gegen­wär­ti­gen Stadt­ent­wick­lung müs­sen auch Autos ange­mes­sen berück­sich­tigt wer­den; und zwar so, dass sowohl die Belan­ge der Fuß­gän­ger als auch die urba­ne Gestal­tung sowie Nut­zung des öffent­li­chen Rau­mes respek­tiert wer­den.
24
Stra­ßen, Plät­ze und Grün­an­la­gen soll­ten für den Fuß­gän­ger sicher, bequem und anre­gend sein. Bei ent­spre­chen­der Gestal­tung laden sie zum Lau­fen ein und ermög­li­chen es, dass sich Nach­barn und Besu­cher tref­fen und ken­nen ler­nen, dass Begeg­nun­gen und öffent­li­che Akti­vi­tä­ten beför­dert wer­den.
25
Städ­te­bau, Archi­tek­tur und Land­schafts­ge­stal­tung soll­ten sich aus dem ört­li­chen Kli­ma, der ört­li­chen Topo­gra­phie, der Bau­kul­tur und Geschich­te ent­wi­ckeln bzw. mit ihnen har­mo­nisch kor­re­spon­die­ren und die bestehen­de Situa­ti­on berei­chern.
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Städ­ti­sche Gebäu­de und öffent­li­che Ver­samm­lungs­plät­ze erfor­dern wich­ti­ge und bedeu­ten­de Stand­or­te, um die kom­mu­na­le Iden­ti­tät und demo­kra­ti­sche Kul­tur zu stär­ken. Sie ver­die­nen eine her­aus­ge­ho­be­ne Form und Gestal­tung, da sich ihre Rol­le wesent­lich von der ande­rer Gebäu­de und Plät­ze unter­schei­det, die ins­ge­samt das Gefü­ge der Stadt aus­ma­chen.
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Alle Gebäu­de soll­ten ihren Bewoh­nern eine kla­re Emp­fin­dung von Ört­lich­keit, Wit­te­rung und Jah­res­zeit ermög­li­chen. Bei allen Heiz- und Kühl­me­tho­den soll­ten res­sour­cen­ef­fek­ti­ve, mög­lichst an rege­ne­ra­ti­ven Sys­te­men ori­en­tier­te Tech­no­lo­gi­en ein­ge­setzt wer­den.
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Gär­ten sind ein ele­men­ta­rer Bestand­teil der Gestal­tung woh­nungs­na­her Frei­räu­me. Sie sol­len sozia­le und öko­lo­gi­sche, aber auch wirt­schaft­li­che Refu­gi­en der Stadt sein. Dem­nach wären sie –in der Tra­di­ti­on des Klein­gar­tens seit dem 19. Jahr­hun­dert ste­hend- mehr als nur Zier­ob­jek­te. Sie wären so zu gestal­ten, dass sie zum täti­gen Auf­ent­halt der Bewoh­ner ein­la­den und auf­for­dern. (Stadt­bau­stein: Par­zel­le).
29
Die Erhal­tung und Erneue­rung his­to­ri­scher Bau­ten, Stadt­vier­tel, Dör­fer und Land­schaf­ten bestä­ti­gen die Kon­ti­nui­tät und Ent­wick­lung der städ­ti­schen Gesell­schaft. Sie bil­den ein unver­zicht­ba­res Fun­da­ment auch für ihre Zukunft.

Stand: 23. August 2004

 

Alte Fas­sung:

For­ming a Char­ter

All too often, deba­te in Euro­pe is cha­rac­te­ri­zed by sepa­ra­tism, cli­ques, exclu­si­on and voicel­ess­ness, espe­ci­al­ly con­cer­ning city plan­ning. But what to do about it? An unusu­al array of dif­fe­rent pro­fes­si­ons and posi­ti­ons came toge­ther during the first week of April in order to found the Coun­cil for Euro­pean Urba­nism (CEU), a Euro­pean-wide net­work for regio­nal and city plan­ning. Euro­coun­cil, an Euro­pean-Ame­ri­can initia­ti­ve, invi­ted rep­re­sen­ta­ti­ves from most Wes­tern-Euro­pean nati­ons, the USA, as well as some Eas­tern Euro­pean coun­tries, to this infor­mal first assem­bly. Orga­nis­ed by the Bel­gi­an Archi­tect Joan­na Ali­ma­nes­tia­nu and the deve­l­oper Chris­ti­an Las­ser­re, the loca­ti­ons of Brussels in April 2003 as the sym­bo­lic Euro­pean capi­tal and Brüg­ge for its exem­pla­ry urba­nism were cho­sen for the mee­tings.

The spec­trum ran­ged from neo-clas­si­cist archi­tects from Por­tu­gal and Ita­ly, to the God­fa­ther him­s­elf Leon Kri­er as well as rep­re­sen­ta­ti­ves of modern hou­sing deve­lop­ments in Hol­land and Swe­den. Insti­tu­ti­ons such as the Prince’s Foun­da­ti­on (United King­dom), IPHS (Inter­na­tio­nal Plan­ning His­to­ri­cal Socie­ty) and INTBAU (United King­dom and Nor­way), as well as indi­vi­du­al archi­tects, deve­l­o­pers, socio­lo­gists, traf­fic plan­ners and city and regio­nal plan­ners came toge­ther, united by the belief that belie­ve urban plan­ning reform is necessa­ry in a chan­ging Euro­pe.

Natu­ral­ly, this was not a com­pre­hen­si­ve grou­ping, nor were the rep­re­sen­ta­ti­ves in any way legi­ti­ma­tised by anyo­ne. Ins­te­ad, it was a cross-bor­der reac­tion not only due to the chal­len­ges inherent in the expan­si­on of the Euro­pean Uni­on, but due to the chan­ges occur­ring in the Euro­pean cities them­sel­ves.

Accom­pany­ing the deba­te were the rep­re­sen­ta­ti­ves of the Ame­ri­can New Urba­nism, a move­ment foun­ded ten years ago as a reac­tion against sub­ur­ban sprawl, and de-urba­ni­sa­ti­on of the USA. Of cri­ti­cal impor­t­an­ce for the Euro­peans was to stu­dy the inter­di­sci­pli­na­ry cha­rac­ter and prac­tical ori­en­ta­ti­on of this move­ment. The goals of the Con­gress for the New Urba­nism (CNU), and the con­di­ti­ons under which they initia­ted the reform move­ment are of cour­se very dif­fe­rent from tho­se in Euro­pe. Thus, the New Urba­nism offers expe­ri­ence and advice, but can­not be sim­ply copied.

At the cent­re of the deba­te was, at first, the exis­ting his­to­ri­cal Euro­pean city: its rene­wal and recon­struc­tion. It soon beca­me appa­rent that the main topics would have to be expan­ded; the gigan­tic new deve­lop­ments at the edge of the cities, in par­ti­cu­lar in cen­tral and eas­tern Euro­pean coun­tries, the so-cal­led pre-fabri­ca­ted con­cre­te slab-blocks that domi­na­te the land­s­cape from Shef­field to Moscow soon advan­ced to the top-item of the mee­ting. The so-cal­led slab-urbs are the oppo­si­te num­ber of the Ame­ri­can Sprawl.

This was the basis for emer­ging a dis­cus­sion on an Euro­pean Char­ter of modern urban deve­lop­ment. At the same time the pro­blem had to be dis­cus­sed in which way this char­ter could be rela­ted to the Char­ter of the New Urba­nism. The­re are a lot of simi­lar pro­blems occur­ring at both con­ti­nents, espe­ci­al­ly tho­se, ari­sing from the tran­si­ti­on to a post-indus­tri­al sta­ge of city deve­lop­ment. At the other hand, in Euro­pe sub­ur­ba­ni­za­ti­on, the dis­tinc­tion of sprawl, is not yet deve­lo­ped as far as in the USA. Ins­te­ad of this, Euro­pe has to deal with pro­blems cau­sed by the West-to-East-incli­ne with regard to the eco­no­mi­c­al deve­lop­ment after the fall of the “Iron Curtain”, but also with the con­tra­dic­tion bet­ween a rich tra­di­ti­on of urban deve­lop­ment, exis­ting for more than 1000 years, and an increa­sing dis­tinc­tion of the „City by Func­tion“. The pre­sent draft ver­si­on of an Euro­pean Char­ter or New Urba­nism reflects both the par­ti­cu­la­ri­ties of the „old Euro­pe“, and also the simi­la­ri­ties to the Char­ter of the CNU. In the fol­lo­wing the first draft of this Char­ter will be pre­sen­ted for dis­cus­sion. It con­ta­ins an intro­du­cing com­ment, lists the chal­len­ges to a new Euro­pean urban deve­lop­ment and final­ly – ana­lo­gous­ly to the struc­tu­re of the CNU-Char­ter – names 29 para­graphs divi­ded into three sec­tions.

The Char­ter of the Coun­cil for Euro­pean Urba­nism — First Draft of May 2003:

Intro­duc­tion

The Coun­cil for Euro­pean Urba­nism belie­ves that Euro­pean cities, their envi­ron­ment, and coun­try­si­de are threa­tened by deve­lop­ment trends which cau­se:
— was­te of natu­ral and cul­tu­ral resour­ces
— soci­al segre­ga­ti­on and iso­la­ti­on
— the expan­si­on of mono­func­tio­nal uses/ sin­gle use zones
— the loss of local, regio­nal, and natio­nal uni­que­ness and cohe­si­on.

Sin­ce the fall of the Iron Curtain, it has been reco­gni­zed that the poli­ti­cal, eco­no­mic, and soci­al divi­si­on of Euro­pe must be over­co­me. The Coun­cil for Euro­pean Urba­nism belie­ves that cities and regi­ons will play a spe­cial and inte­gra­ting role in this pro­cess. Their rene­wal will influ­ence the deve­lop­ment of a diver­se Euro­pean Cul­tu­re.

The Coun­cil for Euro­pean Urba­nism perceives/ sees its­elf as in the tra­di­ti­on of recent Euro­pean Urba­nism. It is appro­pria­te that the CEU has been foun­ded during the year, which cele­bra­tes the 100th anni­ver­s­a­ry of the first Gar­den City built in the world, Letch­worth in Eng­land, as well as the 100th anni­ver­s­a­ry of the death of Camil­lo Sit­te, a pioneer in urban design. oth dates sym­bo­li­ze the rich Euro­pean inheri­tan­ce, lin­king the foun­ding gene­ra­ti­on of urban desi­gners at the turn of the cen­tu­ry (1900), such per­so­na­li­ties as Ber­la­ge, Cer­dā, Saa­ri­nen, Seme­now, Stüb­ben, Unwin or Wag­ner with the Euro­pean Year of his­to­ri­cal pre­ser­va­ti­on 1975.
Until that year, a deca­des long ruth­less moder­ni­sa­ti­on of the cities, often cul­mi­na­ting in their who­le­sa­le dest­ruc­tion had been prac­ticed. For the first time on the same con­ti­nent, both in Eas­tern and Wes­tern Euro­pe, the his­to­ri­cal Euro­pean city was publicly decla­red as a com­mon cul­tu­ral resour­ce to be pro­tec­ted and care­ful­ly deve­lo­ped. With this, a fun­da­men­tal chan­ge in city plan­ning poli­tics was intro­du­ced. In many coun­tries still, intact inner city cores are a dis­tinct Euro­pean fea­ture, to be pro­tec­ted and rene­wed.

This also app­lies to the tra­di­ti­on of the desi­gned land­s­cape, espe­ci­al­ly of the Baro­que peri­od and of the 18th and 19th cen­tu­ry. Cities like Bolo­gna and Kra­kow set the stan­dards in the 1970’s by the pre­ser­va­ti­on of their his­to­ri­cal cores. Recent­ly, Bar­ce­lo­na, Brüg­ge and Lyon have con­ti­nued this path and have ela­bo­ra­ted on it. In order to built up este­em and public sup­port for urban design in Euro­pe, events such as a year­ly cul­tu­ral capi­tal can be selec­ted by the Euro­pean com­mis­si­on or an inter­na­tio­nal buil­ding exhi­bi­ti­on can be held. Through such events, the ques­ti­on of how one deals with the heri­ta­ge of the city can be demons­tra­ted through prac­tical examp­les. Of spe­cial impor­t­an­ce for CEU is the the­me which has ari­sen sin­ce the col­lap­se of com­mu­nism, that of dealing with the con­ver­si­on of dis-used indus­tri­al and mili­ta­ry sites that have resul­ted from the eco­no­mic con­ver­si­on of Eas­tern Euro­pean coun­tries. Of addi­tio­nal impor­t­an­ce are the soci­al ques­ti­ons that have resul­ted fromf migra­ti­on, the aging of socie­ty, and at the same time the con­trac­tion and growth of popu­la­ti­on in the dif­fe­rent regi­ons of Euro­pe. The initia­ti­ves, orga­ni­sa­ti­ons, and insti­tu­ti­ons that have resul­ted out of this con­text in several Euro­pean coun­tries are seen by the CEU as a basis for Euro­pean reform in urban design. Despi­te cer­tain begin­nings in cross bor­der plan­ning and coope­ra­ti­on, it is reco­gni­zed that unfor­tu­n­a­te­ly many disci­pli­nes still work in iso­la­ti­on at all levels: indi­vi­dual­ly, local­ly, and natio­nal­ly.

Pream­ble

We, the Coun­cil for Euro­pean Urba­nism, are an open Net­work, whe­re citi­zens of dif­fe­rent back­grounds and pro­fes­si­ons, orga­ni­sa­ti­ons from the public and pri­va­te sec­tors, com­mu­ni­ty and envi­ron­men­tal activists, as well as spe­cia­lists from a wide ran­ge of disci­pli­nes can par­ti­ci­pa­te.
Fun­da­ment­al­ly we stand for the care­ful deve­lop­ment and rene­wal of our exis­ting cities and coun­try­si­de in con­text with their regio­nal iden­ti­ty, for the soci­al­ly-ori­en­ta­ted reor­ga­ni­sa­ti­on and appro­pria­te rede­sign of low den­si­ty sub­urbs and sin­gle func­tion deve­lop­ment into live­ab­le, mixed-use neigh­bour­hoods and com­mu­nities, for the pre­ser­va­ti­on of the natu­ral envi­ron­ment and pro­tec­tion of our built heri­ta­ge.
We sup­port the reform of cur­rent public and pri­va­te city plan­ning poli­tics and prac­tices in order to advan­ce the fol­lo­wing princi­ples:
Cities should be of diver­se use and soci­al­ly mixed and be equal­ly acces­si­ble by foot, bicy­cle, and car.
Lar­ge Cities and Towns should have defi­ned spe­cial and built bounda­ries and be influ­en­ced by acces­si­ble
public space and faci­li­ties.
Urban space should be deter­mi­ned through an archi­tec­tu­re and land­s­cape design that respects local histo­ry, cli­ma­te and envi­ron­ment, and which con­ti­nues its appro­pria­te evo­lu­ti­on.
We have pre­scri­bed as our respon­si­bi­li­ty the rebirth of the rela­ti­ons­hip bet­ween archi­tec­tu­re, land­s­cape design, and com­mu­ni­ty deve­lop­ment through a wide par­ti­ci­pa­ti­on of the citi­zen­ry during the plan­ning and design pro­cess. It is our opi­ni­on that a city plan­ning reform should occur at three levels:

I.) Regi­on, City, Town, and Coun­try­si­de;
II.) Neigh­bour­hood, Dis­trict, Cor­ri­dor, and Park;
III.) Block, Street, Buil­ding, and Gar­den.

Wit­hin this frame­work, the uni­que cha­rac­te­ris­tics of the indi­vi­du­al regi­ons of the Euro­pean con­ti­nent should be respec­ted.
We sup­port the fol­lo­wing princi­ples, which should influ­ence the direc­tion of com­mu­ni­ty poli­tics, city and regio­nal deve­lop­ment, plan­ning and envi­ron­men­tal design.

Char­ter

I) Regi­on, City, Town, and Coun­try­si­de.

1) The regi­on is a fun­da­men­tal eco­no­mic unit of the con­tem­pora­ry world. Government coope­ra­ti­on, public poli­cy, phy­si­cal plan­ning, and eco­no­mic stra­te­gies must reflect this new rea­li­ty. Ten­den­ci­es ran­ging from growth to con­trac­tion must be weig­hed out wit­hin the regi­ons.
Regi­ons should set the examp­le of trans-Euro­pean coope­ra­ti­on in city plan­ning, through which the tra­di­ti­on of cross-bor­der plan­ning and cul­tu­re, as per the Euro­pean capi­tal of cul­tu­re or the Euro­pean year of his­to­ri­cal pre­ser­va­ti­on can recei­ve new impul­ses.

2) Regi­ons are fini­te pla­ces with geo­gra­phic bounda­ries deri­ved from topo­gra­phy, waters­heds, coast­li­nes, farm­lands, regio­nal parks, and river basins. They are also defi­ned through his­to­ri­cal rela­ti­ons­hips and are iden­ti­fia­ble as inh­a­bi­ted are­as inter­con­nec­ted through a net­work of infra­st­ruc­tu­re.
The regi­on is made up of mul­ti­ple cen­tres that are cities, towns, and vil­la­ges, each with its own iden­ti­fia­ble cha­rac­te­ris­tics.

3) The regi­ons have a necessa­ry and fra­gi­le rela­ti­ons­hip to its agrari­an hin­ter­land and natu­ral land­s­cape. The rela­ti­ons­hip is envi­ron­men­tal, eco­no­mic, and cul­tu­ral. Farm­land and natu­re are as important to the metro­po­li­tan regi­on as the gar­den is to the hou­se.

4) Deve­lop­ment pat­terns should not blur or era­di­ca­te the edges of cities. This is of par­ti­cu­lar impor­t­an­ce in dealing with the necessa­ry rede­ve­lop­ment of lar­ge indus­tri­al pre-fabri­ca­ted hou­sing are­as, the so-cal­led “Slab-Urbs”, as well as to the con­ver­si­on of dis-used indus­tri­al and mili­ta­ry sites.
Regi­ons should deve­lop stra­te­gies to encou­ra­ge such infill deve­lop­ment over peri­pheral expan­si­on. The exis­ting intact inner-city are­as of Euro­pean cities should be pro­tec­ted and care­ful­ly rene­wed.

5) Whe­re appro­pria­te, new deve­lop­ment con­ti­guous to urban bounda­ries should be orga­ni­zed as neigh­bour­hoods and dis­tricts, and be inte­gra­ted wit­hin the exis­ting urban pat­tern. Non-con­ti­guous deve­lop­ment should be orga­ni­zed as towns and vil­la­ges with their own urban edges, and plan­ned for a balan­ce of jobs, recrea­ti­on and hou­sing and not just as bedroom sub­urbs. Gated com­mu­nities must be avo­ided through sen­si­ble alter­na­ti­ves, which still respect secu­ri­ty and public acces­si­bi­li­ty.

6) The deve­lop­ment and rede­ve­lop­ment of towns and cities should respect his­to­ri­cal pat­terns, pre­ce­dents, and bounda­ries.

7) The broad and inte­gra­ted design of the cul­tu­ral land­s­cape should be encou­ra­ged as part of the ongo­ing tran­si­ti­on of Euro­pean agri­cul­tu­re into a regio­nal ser­vice eco­no­my. This app­lies not only to fal­low agri­cul­tu­ral land, but also to indus­tri­al, mili­ta­ry, and inner-city was­te­land.

8) Cities and towns should bring into pro­xi­mi­ty a broad spec­trum of public and pri­va­te uses to sup­port a regio­nal eco­no­my that bene­fits peop­le of all inco­mes. Afford­a­ble hou­sing should be dis­tri­bu­t­ed throug­hout the regi­on to match job oppor­tu­nities and to avo­id con­cen­tra­ti­ons of pover­ty.

9) The phy­si­cal orga­ni­za­ti­on of the regi­on should be sup­por­ted by a frame­work of trans­por­ta­ti­on alter­na­ti­ves. Tran­sit, pede­stri­an, and bicy­cle sys­tems should maxi­mi­ze access and mobi­li­ty throug­hout the regi­on while redu­cing depen­dence on the auto­mo­bi­le.

10) Reve­nues and resour­ces should be sha­red more coope­ra­tively among the muni­ci­pa­li­ties and cen­tres wit­hin regi­ons to avo­id dest­ruc­tive com­pe­ti­ti­on for tax base and to pro­mo­te ratio­nal coor­di­na­ti­on of trans­por­ta­ti­on, recrea­ti­on, public ser­vices, hou­sing and com­mu­ni­ty insti­tu­ti­ons.

II) Neigh­bour­hood, Dis­trict, Cor­ri­dor, and Park

11) The neigh­bour­hood, the dis­trict, and the cor­ri­dor are the essen­ti­al ele­ments of deve­lop­ment and rede­ve­lop­ment in the regi­on. They form iden­ti­fia­ble are­as that encou­ra­ge citi­zens to take respon­si­bi­li­ty for their main­ten­an­ce and evo­lu­ti­on.

12) Neigh­bour­hoods should be com­pact, pede­stri­an-fri­end­ly and mixed-use. Neigh­bour­hoods are the smal­lest units wit­hin a regi­on. Dis­tricts gene­ral­ly empha­si­ze a spe­cial sin­gle use, for examp­le a natu­re park, indus­tri­al core or infra­st­ruc­tu­re and should fol­low the princi­ples of neigh­bour­hood design when pos­si­ble, or at least cor­re­spond with the­se spe­cial uses. Cor­ri­dors are regio­nal con­nec­tors of neigh­bour­hoods, dis­tricts, and even cities; they ran­ge from bou­le­vards and rail lines to rivers and parks, and inclu­de land­s­cape, envi­ron­men­tal and eco­no­mic net­works.

13) Many activi­ties of dai­ly living should occur wit­hin wal­king distan­ce, allo­wing inde­pen­dence to tho­se who do not dri­ve, espe­ci­al­ly the elder­ly and the young. Inter­con­nec­ted net­works of stre­ets should be desi­gned to encou­ra­ge wal­king, redu­ce the num­ber and length of auto­mo­bi­le trips, and con­ser­ve ener­gy.

14) Wit­hin neigh­bour­hoods, a broad ran­ge of hou­sing types and pri­ce levels can bring peop­le of diver­se ages, races, and inco­mes into dai­ly inter­ac­tion, streng­the­ning the per­so­nal and civic bond essen­ti­al to an authen­tic com­mu­ni­ty.

15) Tran­sit cor­ri­dors, when pro­per­ly plan­ned and coor­di­na­ted, can help orga­ni­ze metro­po­li­tan struc­tu­re and revi­ta­li­ze urban cen­tres. In con­trast, high­way cor­ri­dors should not dis­place invest­ment from exis­ting cen­tres.

16) Appro­pria­te buil­ding den­si­ties and land uses should be wit­hin wal­king distan­ce of tran­sit stops, per­mit­ting public tran­sit to beco­me a via­ble alter­na­ti­ve to the auto­mo­bi­le. Public tran­sit needs to be of good qua­li­ty and offe­red at an afford­a­ble pri­ce.

17) Civic, insti­tu­tio­nal, and com­mer­ci­al activi­ty should be embed­ded in neigh­bour­hoods and dis­tricts, not iso­la­ted in remo­te, sin­gle-use com­ple­xes. Schools should be sized and loca­ted to enab­le child­ren to walk or bicy­cle to them.

18) The eco­no­mic health and har­mo­nious evo­lu­ti­on of neigh­bour­hoods, dis­tricts, and cor­ri­dors can be impro­ved through gra­phic urban design codes and con­sen­su­al gui­de­li­nes that ser­ve as pre­dic­ta­ble gui­des for chan­ge.

19) A ran­ge of parks, agri­cul­tu­ral are­as, green con­nec­tors, as well as play­ing fiel­ds and com­mu­ni­ty gar­dens should be dis­tri­bu­t­ed wit­hin neigh­bour­hoods. Con­ser­va­ti­on are­as and open lands should be used to defi­ne and con­nect dif­fe­rent neigh­bour­hoods and dis­tricts.

III) Block, Street, Squa­re, Buil­ding, and Gar­den

20) A pri­ma­ry task of all urban archi­tec­tu­re and land­s­cape design is the phy­si­cal defi­ni­ti­on of stre­ets and public spaces as pla­ces of sha­red use. The design must reflect this as well as to add to the cul­tu­ral heri­ta­ge.

21) Indi­vi­du­al archi­tec­tu­ral pro­jects should be seam­less­ly lin­ked to their sur­roun­dings. This issue trans­cends style. Urban archi­tec­tu­re should be diver­se and be recep­ti­ve to the new. Howe­ver, at the same time, it should respect its histo­ry and its urban con­text.

22) The revi­ta­li­sa­ti­on of urban pla­ces depends on safe­ty and secu­ri­ty. The design of stre­ets and buil­dings should rein­force safe envi­ron­ments, but not at the expen­se of acces­si­bi­li­ty and open­ness.

23) In the con­tem­pora­ry metro­po­lis, deve­lop­ment must ade­qua­te­ly accom­mo­da­te auto­mo­bi­les. It should do so in ways that respect the pede­stri­an and the form of public space.

24) Stre­ets and squa­res should be safe, com­for­ta­ble, and inte­res­ting to the pede­stri­an. Pro­per­ly con­fi­gu­red, they encou­ra­ge wal­king and enab­le neigh­bours to know each other and pro­mo­te public activi­ties.

25) Archi­tec­tu­re and land­s­cape design should grow from local cli­ma­te, topo­gra­phy, histo­ry, buil­ding prac­tice, and har­mo­ni­ze with and enrich the exis­ting.

26) Civic buil­dings and public gathe­ring pla­ces requi­re important sites to rein­force com­mu­ni­ty iden­ti­ty and the cul­tu­re of demo­cra­cy. They deser­ve dis­tinc­tive form, becau­se their role is dif­fe­rent from that of other buil­dings and pla­ces that con­sti­tu­te the fabric of the city.

27) Gar­dens are an ele­men­tal part of open space near to hou­sing. They should be soci­al and eco­lo­gi­cal, but also eco­no­mic refu­ges wit­hin the city. They are to be, as in the tra­di­ti­on of the 19th cen­tu­ry, more than just visu­al objects, they are to be so desi­gned that they invi­te the use by peop­le on an ever­y­day basis.

28) All buil­ding should pro­vi­de their inh­a­bi­tants with a clear sen­se of loca­ti­on, wea­ther, and time. Natu­ral methods of hea­ting and coo­ling can be more resour­ce effi­ci­ent than mecha­ni­cal sys­tems. By hea­ting and coo­ling, resour­ce effec­tive sys­tems should be used, inclu­ding, if pos­si­ble, rege­ne­ra­ti­ve tech­no­lo­gies.

29) Pre­ser­va­ti­on and rene­wal of his­to­ric buil­dings, dis­tricts, and land­s­capes affirm the con­ti­nui­ty and evo­lu­ti­on of urban socie­ty. They form the essen­ti­al foun­da­ti­on for future deve­lop­ment.

The next steps:

Thus, the foun­da­ti­on has been laid for the Coun­cil of Euro­pean Urba­nism (CEU). The next mee­ting is sche­du­led to be held in Novem­ber in Stock­holm, Swe­den. The char­ter and list of pro­jects that incorpo­ra­te the goals of the Char­ter are being pre­pa­red, which will sti­mu­la­te fur­t­her deba­te.

Whe­ther Neo-clas­si­cist or Bau­haus, deve­l­oper or con­trac­tor, city socio­lo­gist or con­cre­te slab-block moder­ni­zer, all found in the­se points of the Char­ter a basis for stra­te­gic reform. In par­ti­cu­lar, the open­ness of the net­work to all who have an inte­rest in a rene­wal of urba­nism was empha­si­zed. No mem­bership in a par­ti­cu­lar pro­fes­si­on, no sty­listic asso­cia­ti­on, nor posi­ti­on in socie­ty deter­mi­ne who may or can par­ti­ci­pa­te.

First reac­tions to this draft show, that it sti­mu­la­tes not only the deba­te in Euro­pe, but at the same time initia­ted the ques­ti­on of refor­ming the CNU-Char­ter. This is a good examp­le of trans­at­lan­tic coope­ra­ti­on.

The topic of the next CEU-mee­ting will be the ques­ti­on of deve­lo­ping are­as of “Good Mixed Use” in cities. This means to bring up one of the cen­tral the­si­ses of the Char­ter for dis­cus­sion and to take up one of the cen­tral pro­blems in resol­ving chal­len­ges in urban deve­lop­ment of the 21st cen­tu­ry: the aboli­ti­on of the idea of a „City by Func­tion“ crea­ted by the Modern Age. Sepa­ra­ti­on of the urban func­tions living, working, rela­xing and traf­fic has been pro­pa­ga­ted to a lar­ge extend by the Athens’ Char­ter of 1933. It’s no acci­dent that the pro­blem “City by Func­tion“ beco­mes the cen­tral ques­ti­on of the first con­fe­rence of the CEU: 70 years ago the Char­ter of Athens was announ­ced and thus, the cre­do of a “new urban plan­ning”, which con­ti­nues to have effects up to now, was born. It is time for a radi­cal chan­ge of cour­se.

In face of the soci­al and struc­tu­ral stul­ti­fi­ca­ti­on espe­ci­al­ly of the slab-urbs, but also of the immense flows of traf­fic crea­ted by the idea of “City by Func­tion“, the call for an alter­na­ti­ve beco­mes lou­der and lou­der. „Mixed Use“ seems to be the solu­ti­on. But is it real­ly the solu­ti­on? The exis­ting city of the indus­tri­al Modern Age can­not be chan­ged into a town known from the pre-indus­tri­al age with a sin­gle stro­ke of a pen. It is not pos­si­ble to revi­ve the tra­di­tio­nal town sim­ply by demoli­shing slab-urbs in the peri­phe­ry of Paris or Ber­lin. Appro­xi­mate­ly one third of all Euro­pean peop­le live in the sepa­ra­ted sub-urbs. This rep­res­ents one of the grea­test chal­len­ges to Euro­pean city plan­ning, espe­ci­al­ly in Eas­tern Euro­pe. Pas­sing the Char­ter in Novem­ber in Stock­holm will in no case sol­ve the pro­blem, on the con­tra­ry, it will be the begin­ning of the real task. Never­theless, the Char­ter will be a solid foun­da­ti­on for trans­for­ming Euro­pean city plan­ning.

The pro­po­sal of the CEU-Char­ter was given by the mem­bers of the CEU Ger­man-Net:
Harald Boden­schatz, Harald Keg­ler, Karl Heinz Maschmei­er, Dua­ne Phil­lips, Wolf­gang Serbser

Bio­gra­phy
Dr. Harald Keg­ler, born 1957 in East-Ger­ma­ny, stu­dies of archi­tec­tu­re and urban plan­ning in Wei­mar,
working for 12 years at the Bau­haus in Des­sau as urba­nist, in 2000 foun­ding the “Labo­ra­to­ry for Regio­nal Plan­ning” in Wittenberg/near Ber­lin, main sub­jects are: urban trans­for­ma­ti­on, regio­nal plan­ning, char­ret­te-metho­de.
Euro­pean Pri­ze for Urban and Regio­nal Plan­ning in 1998, First Pri­ze in the Natio­nal Com­pe­ti­ti­on for Urban Recon­struc­tion of an “slab-hou­se town” in Cen­tral Ger­ma­ny in 2002
Mem­ber of CNU sin­ce 1998

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